Rezension „Rebellen der Ewigkeit“ von Gerd Ruebenstrunk

Kurzbeschreibung:

Was, wenn die Ewigkeit nur einen Wimpernschlag entfernt ist …?
Der internationale Konzern Tempus Fugit hat den Zeithandel kommerzialisiert. Lebenszeit zu kaufen und zu verkaufen ist nun für jedermann möglich. Doch ist diese Technologie wirklich so ungefährlich, wie Tempus Fugit behauptet? Oder gibt es bereits Risse in der Realität, die so verheerend sind, dass sie die Welt über kurz oder lang ins Chaos stürzen, wie es die Geheimorganisation Rebellen der Ewigkeit prophezeit?
Der junge Willis gerät zwischen die Fronten eines Krieges, der sich im Verborgenen abspielt – und muss sich für eine Seite entscheiden. Doch sein Schicksal ist weit tiefer mit beiden Seiten verbunden, als er ahnt …

Unverwechselbar ideenreich!

Gerd Ruebenstrunk wusste mich schon mit seiner „Arthur“-Trilogie zu begeistern und zu fesseln, weshalb ich mich natürlich auch auf sei neuestes Werk sehr freute.
Der Titel und die Kurzbeschreibung klingen vielversprechend und es war nur eine Frage der Zeit, bis mich das Buch vollständig in seinen Bann gezogen hatte.

Fantastische Elemente harmonieren wunderbar mit dem gesellschaftskritischen Ton des Buches.
Geschickt hat der Autor verschiedene Lebenseinstellungen und Charaktere zu einer unverwechselbaren Melodie zusammengefügt.
Allerdings wirkt das manchmal schon etwas ZU konstruiert und passend. Spannungen und Konflikte fehlen. Ansonsten kann man nur sagen, dass jedes Puzzleteil passt und stimmig mit der Rahmenhandlung eins wird.
Zu Beginn verwirrten mich die eingeschobenen Handlungsbruchstücke von verschiedenen Orten etwas, doch nach und nach begreift man die Zusammenhänge.

Der Autor überzeugt auch in diesem Buch wieder mit seiner äußerst bildhaften und umfangreichen Sprache. Allerdings geht diese oft auch sehr ins Detail, wo es fraglich ist, ab welchem Alter der Magen stark genug für diese Art der Beschreibung ist…

Das Cover konnte mich nicht überzeugen. Es ist meiner Meinung nach emotionslos und nicht wirklich mit dem Titel zu assoziieren. Hier hat der Designer keine Glanzleistung vollbracht.

Nichtsdestotrotz hat mich die Handlung überzeugt und begeistert, denn Gerd Ruebenstrunk hat mir wieder einmal bewiesen, dass er eine Menge Einfallsreichtum und eine zuverlässige Nase für gute Geschichten hat!

Ich vergebe: 4/5 Sternen

Produktinformationen

  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: arsEdition  (Februar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3760765394
  • ISBN-13: 978-3760765396
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 – 15 Jahre

Ich bedanke mich bei arsEdition für die freundliche Bereitstellung dieses Buches!

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10 Fragen an Thomas Krüger

10Fragen

Thomas Krüger (Jg. 1962) ist Autor von Kinderbüchern und Lyriker, Verleger des Schall-&-Wahn-Hörbuchverlags und des frisch gegründeten Lausbuch-Kinderbuchverlags. Im Herbst erscheint sein erstes Jugendbuch “Die Fänger des Himmels” im Baumhaus-Verlag. Er lebt mit seiner Familie in Bergisch Gladbach.


Welches Buch liegt gerade auf Ihrem Nachttisch?

Kinderbuch: „Antonellas Reisen“ von Bettina Wenzel und „Schurken überall“ von Frank Schmeißer – und für Erwachsene Eugen Ruge: „In Zeiten des abnehmenden Lichts“.

Print, Ebook, Hörbuch, wann greifen Sie auf welches Medium zurück und warum?

Print immer abends, wenn der Computer sich von mir erholt. Ebook gern unterwegs (Reisebibliotheken sind ja sowas von sperrig) und Hörbuch gern in Kombination mit englischen Büchern oder Klassikern – dann bleibt sogar bei mir noch was hängen.

Welchem aktuellen Kinder- oder Jugendbuch wünschen Sie ganz viele Leser?

Natürlich „Jo Raketen-Po“ – und von den vielen schönen Büchern anderer Verlage würde ich gern „Törtel, die Schildkröte aus dem McGrün“ von Wieland Freund ganz weit vorne sehen. Und „Bulle und Pelle“ von Kilian Leypold – mit den wunderschönen Illustrationen von Ina Hattenhauer.

Trilogien und Serien beherrschen den Kinder- und Jugendbuchmarkt, kommen die Einzelwerke zu kurz?

Ja, wenn Autoren anfangen, in Zwei-, Drei-, Vierbüchern zu planen, wird’s im einzelnen Band inhaltlich oft dünn. Das ist schade. Wenn ein Buch ohne Begleitbücher nicht mehr stehen kann, dann darf es gern auch gleich umfallen, finde ich…

Fantasy, Krimi, Echtes Leben etc., welches Genre sollte Ihrer Meinung nach in der Kinder- und Jugendliteratur mehr Raum erhalten?

Die boomenden Genres brauchen keine weitere Förderung. Mir liegen fantasievolle Bücher mit witziger, tiefsinniger, herausfordernder Sprache am Herzen. Dann ist das Genre dafür fast nebensächlich. Ich würde mich freuen, wenn Verlage weniger aufs Genre schauten als auf den Inhalt des einzelnen Buches.

Mo aus dem Buch Tintenherz konnte Personen aus Geschichten heraus in die wirkliche Welt lesen, gleichzeitig verschwanden aber auch Menschen in der Geschichte. In welches Buch dürfte er Sie gerne mal hineinlesen?

Das ist schwierig. Das Schöne an Büchern ist ja, dass man fremde, geheimnisvolle Welten in der eigenen, vertrauten, Welt erlebt. So würde mich zwar eines meiner frühen Lieblingsbücher, „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ von Jules Verne, reizen – aber angesichts all der Abenteuer genieße ich diese tückische Unterwelt gern auch vom Lesesessel oder vom Sofa aus.

Jede Menge Superhelden im Kinderbuch, welche “Superkraft” würden Sie gerne besitzen?

Karlsson vom Dach: der Propeller auf dem Rücken. Das hat mich immer fasziniert. Karlsson ist zwar in vielem ein Angeber und ziemlicher Antiheld, aber wie Karlsson über den Häusern der Stadt zu fliegen, das finde ich noch heute reizvoll. Manchmal kann ich im Traum tatsächlich fliegen. Dann ist das Aufwachen allerdings jedes Mal eine Bruchlandung.

Jemand schenkt Ihnen ein ganzes Jahr, was werden Sie mit der gewonnenen Zeit tun?

Ich fürchte, ich habe auf meinem Zeitkonto genau dieses Jahr schon überzogen. Ich wäre also wieder bei null – und hätte dann vielleicht nicht mehr das Gefühl, mit tausend Sachen im Rückstand zu sein. Sollte ich wider Erwarten nicht so sehr überzogen haben, würde ich mich ganz und gar einem einzigen großen Buchprojekt widmen – und wieder ein Jahr in Rückstand geraten…

Bestsellerautor, Kinderbuchheld, Politiker, Musiker, wer oder was wären Sie gern für einen Tag?

Von den genannten Rollen wäre mir der Kinderbuchheld die liebste. Karlsson habe ich ja schon genannt. Tom Sawyer und Gustav mit der Hupe mochte ich auch immer sehr. Musiker oder Maler wäre ich auch gern – aber bitte dann länger als ein Tag. Nur ein Tag: Das hätte anschließend doch einen ziemlichen Kater zur Folge, fürchte ich.

Bitte beenden Sie diesen Satz: Es war einmal …

… ein Tag, an dem alles glatt ging: Vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang gab es keine Probleme, alles lief prima – so dass Herr K. abends nach dem Fieberthermometer griff, sich das Ding in den Mund schob und fünf Minuten später auf die Skala blickte, in der Hoffnung, eine Erklärung für die vergangenen Stunden zu finden.


Wo kann man Sie im Netz finden?

Unter www.thomaskrueger.info – die Seite hängt allerdings ein bisschen nach. Auf www.lausbuch.de bin ich dafür noch nicht ganz angekommen. Daran wird noch gebastelt. Und bei www.schall-und-wahn.de stehen meine Hörbücher.


Weitere Interviews

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Lesen wir noch Gedrucktes? oder Alles hat seine Zeit.

Blogparade über Zeitungen, Zeitschriften und Bücher: Lesen wir noch Gedrucktes?, gestartet von Mike Schnoor.


Lese ich noch Gedrucktes?

Diese Frage beantworte ich ganz zügig mit einem JA. Tatsächlich hat die Liebe zum gedruckten Wort ihren Ursprung in meinem ersten beruflichen “Leben”.  Als Schriftsetzerin in einer lokalen Druckerei war ich schließlich täglich von Buchstaben und Druckerfarbe umgeben. Und auch in meiner heutigen Tätigkeit, in der ich Kinder- und Jugendbücher sichte, bewerte und verkaufe, füllt Gedrucktes meine Regalböden.

Aber auch digitale Gerätschaften machten vor meinem Billy-Regal nicht halt. Ebook-Reader und iPad nahmen Einzug in mein heimisches Büro und fristen – trotz meiner hohen digitalen Affinität – eher ein trauriges Dasein. Warum das so ist, zeigt vielleicht der Blick in meinen Tagesablauf.

Die Zeitung am Morgen

Mein Morgen beginnt mit Kaffee, Zeitung und iPhone. Ersteres um wach zu werden, letzteres um per Twitter die neuesten Meldungen zu checken und in der Mitte die Zeitung, die seit jeher fester Bestandteil unseres Morgens ist. Denn eine Zeitung hat auf jeden Fall einen unschlagbaren Vorteil: Sie lässt sich teilen. Während ich noch in der Kultur blättere, kann der erste Sohn schon den Wurzel-Comic studieren, während der Göttergatte noch mit dem Sportteil beschäftigt ist. Natürlich haben wir aus verschiedenen Gründen das digitale Abo ins Auge gefasst und auch getestet, um uns schließlich aber für die Printversion zu entscheiden. Ich möchte meine Zeitung eben blättern, teilen, genießen.

Anders sieht es da mit diversen Feeds von unterschiedlichsten Zeitungen und Zeitschriften aus. Per Google Reader abonniert, lese ich aktuelle Beiträge an meinem Arbeitsplatz via PC,  um mich über spezielle Themen zu informieren und die Informationen gegebenenfalls auch gleich viral in sozialen Netzwerken zu verteilen.

Das Buch am Abend

Nach getaner Arbeit genieße ich dann gerne ein gutes Buch am Abend – lesefreundlich in meine Leselotte eingespannt. Und tatsächlich kaufe ich mir auch neue Bücher stets als Printversion, weil ich für das gleiche Geld dann doch lieber ein haptisches Buch besitze, was ich lesen, ins Regal stellen, verleihen oder verschenken kann. Dass der Reader zum Beispiel für Studenten unschlagbare Vorteile bietet, will ich nicht bestreiten, aber mich als Belletristik-Leser lockt höchstens mal ein Ebook-Sonderangebot.

Bleibt abzuwarten, wie sich mein und unser Leseverhalten in den nächsten Jahren verändern wird, oder eben auch nicht. Alles hat seine Zeit und Totgesagte leben ja eh länger. Wir werden dann einfach in 5 Jahren erneut einen Blick in mein Regal werfen.

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10 Fragen an Frank M. Reifenberg

10Fragen

Frank Maria Reifenberg wuchs im Westerwald auf und lebt heute in Köln. Er machte nach dem Abitur eine Ausbildung zum Buchhändler, wurde später Public Relations-Berater und sattelte Ende der 1990er um: Seitdem erzählt er Geschichten, wahre und erfundene, für Film, Fernsehen und Bühne, in Romanen und Erzählungen. Einer seiner Themenschwerpunkte ist die Leseförderung für Jungen.


Welches Buch liegt gerade auf Ihrem Nachttisch?

Da liegen immer mehrere: Astrid Lindgren “Mio, mein Mio”, Cormac McCarthy “Die Straße”, Klaus Mann “Lieber und verehrter Onkel Heinrich”, Rainer M. Schröder “Die Lagune der Galeeren” und Craig Silvey “Wer hat Angst vor Jasper Jones?” … Und neben dem Sofa: Ein Bildband mit Fotografien von Neapel Mitte des 19. Jh. und ein Sachbuch über die Kunst des 19. Jh. und der Katalog der “Neuen Pinakothek” in München.

Print, Ebook, Hörbuch, wann greifen Sie auf welches Medium zurück und warum?

E-Book habe ich gerade erst “entdeckt”, man sollte ja wissen, über was man spricht und was die eigene Zukunft (mit)bestimmen wird. Ich bin begeistert und nutze den Reader derzeit hauptsächlich um Mengen 19.-Jahrhundert-Schinken zu lesen und zu sichten, weil ein neues Projekt in dieser Zeit spielen wird. Ich finde toll, dass man so viel Inhalt hat, aber nur 200 Gramm in der Hand, blitzschnell Dinge “nachladen” kann, markieren, notieren – alles wird einfacher. Traut euch! Die Umgewöhnung braucht nicht lange, aber Augen auf beim Kauf des Readers. Privatleute kommen gut mit dem Kindle klar, ansonsten lieber einen nehmen, der alle Formate “kann”.
Hörbuch meistens beim Sport und in der Bahn.
Print wird sicher mehr und mehr vom E-Book abgelöst werden, hat bei mir jedoch den Platz am Strand und in der Wanne sicher. Und immer, wenn es um üppige und schöne Bücher geht. Übrigens: Ich habe das Gefühl, dass meine Augen mehr aushalten, wenn ich den E-Book-Reader benutze …

Welchem aktuellen Kinder- oder Jugendbuch wünschen Sie ganz viele Leser?

“Vango – Zwischen Himmel und Erde” (Gerstenberg) von Timotheé de Fombelle

Trilogien und Serien beherrschen den Kinder- und Jugendbuchmarkt, kommen die Einzelwerke zu kurz?

Aus der Sicht der Leser/innen gibt es von allem mehr als genug. Aus der Sicht der Autoren ist es schwieriger, da kommt man mit Einzeltiteln natürlich oft nur schwer an den Start und das ist schade. Am Ende ist es wichtig, dass Kinder lesen – (fast) egal was!

Fantasy, Krimi, Echtes Leben etc., welches Genre sollte Ihrer Meinung nach in der Kinder- und Jugendliteratur mehr Raum erhalten?

siehe vorige Frage …

Mo aus dem Buch Tintenherz konnte Personen aus Geschichten heraus in die wirkliche Welt lesen, gleichzeitig verschwanden aber auch Menschen in der Geschichte. In welches Buch dürfte er Sie gerne mal hineinlesen?

In die “Buddenbrooks” von Thomas Mann und in “Mephisto” von Klaus Mann.

Jede Menge Superhelden im Kinderbuch, welche “Superkraft” würden Sie gerne besitzen?

Gelassenheit (aber ich arbeite schon dran …)

Jemand schenkt Ihnen ein ganzes Jahr, was werden Sie mit der gewonnenen Zeit tun?

Wenn ich so unverschämt sein darf: Könnte es bitte im Sommer beginnen? Weil dann würde ich mich auf meine sehr luftige und sehr sonnige und sehr bewachsene Dachterrasse setzen, in den Himmel gucken und abwarten, was passiert.

Bestsellerautor, Kinderbuchheld, Politiker, Musiker, wer oder was wären Sie gern für einen Tag?

Alm-Öhi (bitte ohne Heidi!). Hängt eng mit der geschenktes-Jahr-Frage zusammen …

Bitte beenden Sie diesen Satz: Es war einmal …

… ein Autor, dem ein ganzes Jahr geschenkt wurde, das er auf seiner Dachterrasse in den Himmel guckend verbringen wollte. Nach ein paar Tagen kam eine Krähe mit nur einem Auge. Er fragte sie, was passiert sei. Ach, das ist eine lange Geschichte, seufzte die Krähe, ich hatte Ärger mit einer anderen Krähe und habe mich dummerweise auf dieses alte Sprichwort verlassen: Eine Krähe hackt der anderern … du weißt schon. Ich kenne nicht so viele Krähen, sagte der Autor. Dann wird es aber Zeit, antwortete die Krähe. Komm mit, ich kenn ein paar wirklich witzige! Die Krähe breitete die Flügel aus und der Autor stieg auf. Später sagten die Leute, wenn sie von ihm sprachen: Ach, der ist doch mit einer Krähe verschwunden und nie wieder aufgetaucht …


Wo kann man Sie im Netz finden?

Website
Leseförderung für Jungen
Facebook


Weitere Interviews

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:: Buchtipps der Redaktion :: 6. KW

Für die vollständigen Buchtipps bitte auf das Cover klicken :-)


Kinderbücher Bilderbücher JugendbücherJann (10) über “Der Fluch der Weltenstadt”: Das Buch war spannend, fantasievoll, ein bisschen magisch und witzig zugleich.

Beyer, Markus J.
Der Fluch der Weltenstadt
4 Sterne


Kinderbücher Bilderbücher JugendbücherLeonard (8) über “Gestatten, Mr Stink”: Das Buch ist ein absolutes “Must Have”!

Walliams, David / Blake, Quentin :: Haentjes, Dorothee (Übers.)
Gestatten, Mr Stink
5 Sterne


Kinderbücher Bilderbücher JugendbücherDavid (13): “Marcelo in the real world” ist eine schöne Geschichte mit einer liebenswürdigen Hauptfigur.

Stork, Francisco X.
Marcelo in the Real World
4 Sterne


Kinderbücher Bilderbücher JugendbücherPaula (12) vergibt 4 Sterne für “Unterland”.

Voorhoeve, Anne C.
Unterland
4 Sterne


Kinderbücher Bilderbücher JugendbücherEmily (10) über das Buch: Eine sehr schöne Geschichte, die spannend und witzig ist.

Wood, Maryrose
Das Geheimnis von Ashton Place
4 Sterne


Kinderbücher Bilderbücher JugendbücherSolène (9) ist schwer begeistert von Inhalt und Illustrationen!

Hillebrand, Diana / Duckstein, Stefanie
Paula die Tierpark-Reporterin
Abenteuer in Hellabrunn
Kinderbücher-Bewertung

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10 Fragen an Pål H. Christiansen

10Fragen

Pål H. Christiansen ist ein norwegischer Autor, der bislang sieben Kinderbücher und fünf Romane für Erwachsene geschrieben hat. Die ersten beiden seiner Kinderbücher über den frechen Fisch Fjodor wurden 2011 in Deutschland mit Musik des Ritter-Rost-Komponisten Felix Janosa im Terzio Verlag veröffentlicht (Fjodor flippt aus und Fjodor im freien Fall). Die deutsche Übersetzung seines Romans “Drømmer om storhet” erschien 2007 unter dem Titel “Die Ordnung der Worte”.


Danke an Annette Schwindt für die Übersetzung dieses Interviews.

Welches Buch liegt gerade auf Ihrem Nachttisch?

Da liegen im Moment drei Bücher: Das erste ist “Storyteller: The Authorized Biography of Roald Dahl” von Donald Sturrock. Das zweite sind die gesammelten Gedichte des Dänischen Poeten und Filmemachers Jørgen Leth. Das dritte ist eine etwas dünnere Gedichtsammlung des Literaturnobelpreisträgers des vergangenen Jahrs, Tomas Transtömer.

Print, Ebook, Hörbuch, wann greifen Sie auf welches Medium zurück und warum?

Vor vielen Jahren hörte ich beim Autofahren Hörbücher, wenn ich lange Strecken fahren musste. Aber leider machte ich daraus keine Gewohnheit. Ich hörte gern Hamsun während ich über Land fuhr. Heute höre ich mehr Kinderbücher mit Musik. ;-) Ich bin auch kein sehr eifriger Leser von eBooks, muss ich zugeben. Ich habe kein iPad oder Kindle oder etwas in der Art. Daher bin ich dem guten alten Buch treu. Ich lese meistens im Bett vor dem Schlafen oder in meinem Lieblingsstuhl vor dem Kamin.

Welchem aktuellen Kinder- oder Jugendbuch wünschen Sie ganz viele Leser?

“Aarons Machine” von Sverre Knudsen ist ein gutes Buch, denke ich. Es handelt von Aaron, der glaubt, dass es Papas neuem Job zu verdanken ist, dass die Familie eine Traumwohnung in Libercasa hat, aber bald gerät Aaron selbst ins Zentrum eines unerfreulichen Dramas. Der mächtige Erfinder Konrad Libermal arbeitet mit Maschinen, die Menschen zu hundert Prozent gut machen können. Und aus einem geheimnisvollen Grund braucht er dazu Aaron, der jedoch herausfindet, dass Libermals Maschine eine dunkle Seite hat.

Trilogien und Serien beherrschen den Kinder- und Jugendbuchmarkt, kommen die Einzelwerke zu kurz?

In dem Sinne, dass Kinder sich oft für Serien entscheiden, bevor sie zu Einzelbüchern greifen, ja. Ansonsten kommt es darauf an, was mit „zu kurz kommen“ gemeint ist. Beim allgemeinen Publikum? Bei der Presse, den Buchketten, Lehrern? Das ist kompliziert. Es könnte auch umgekehrt sein. In Norwegen sind viele sogenannte „Experten“ für Kinderliteratur skeptisch gegenüber Kinderbuchserien und versuchen sie zu ignorieren. Mein erstes Fjodorbuch wurde 2006 als Teil der Serie für Leseanfänger veröffentlicht und dann zu einer Serie in der Serie weiterentwickelt. Dieser erste Band wurde von mehreren Rezensenten als eines der besten Kinderbücher des Jahres bezeichnet aber ich bin ziemlich sicher, dass es als Einzelbuch außerhalb irgendeines übergeordneten Konzeptes mehr Beachtung gefunden hätte.

Fantasy, Krimi, Echtes Leben etc., welches Genre sollte Ihrer Meinung nach in der Kinder- und Jugendliteratur mehr Raum erhalten?

Die Hauptsache sollte immer sein, dass gute Bücher die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen – egal in welchem Genre. Außerdem hätte ich nichts dagegen, wenn es etwas mehr Aufgeschlossenheit gegenüber schrägen und humoristischen Arten zu Schreiben gäbe.

Mo aus dem Buch Tintenherz konnte Personen aus Geschichten heraus in die wirkliche Welt lesen, gleichzeitig verschwanden aber auch Menschen in der Geschichte. In welches Buch dürfte er Sie gerne mal hineinlesen?

Frederik von Leo Lionni. Lionni ist einer meiner liebsten Schöpfer von Kinderbüchern und ich würde gern bei den Mäusen sein und später Frederiks Geschichten lauschen.

Jede Menge Superhelden im Kinderbuch, welche “Superkraft” würden Sie gerne besitzen?

Ich erinnere mich, wie ich Max Lundgrens Buch “Der Junge mit den goldenen Hosen” als Kind gelesen habe. Ich würde auch gern meine Hand in die Hosentasche stecken und Geld herausholen können, um meine Rechnungen zu bezahlen, wann immer ich es brauche. Nur die wichtigsten natürlich. ;-) Man sollte natürlich seine Superkräfte nicht dafür missbrauchen, sich unnötigen teuren Schnickschnack zu kaufen. Jetzt merke ich, dass es eigentlich die Hosen waren, die hier Superkräfte hatten, aber ich bleibe bei der Antwort.

Jemand schenkt Ihnen ein ganzes Jahr, was werden Sie mit der gewonnenen Zeit tun?

Ich würde sie vermutlich verschwenden mit Tagträumen, Internetsurfen, egal was. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich, wenn ich viel zu tun habe, wahrscheinlich mehr andere Sachen mache, egal welche Ausreden ich dafür finde, als wenn ich freie Zeit habe. Aber was ich wirklich gern tun würde (außer Schreiben) wäre, eine längere Zeit in meinem Haus auf dem Land zu verbringen, um es in Ordnung zu bringen, wie ich es schon so lange tun möchte.

Bestsellerautor, Kinderbuchheld, Politiker, Musiker, wer oder was wären Sie gern für einen Tag?

Ich wäre gern Musiker für einen Tag. Ich bin natürlich schon zu alt, um ein Popstar zu werden, das zeigt mir der Spiegel jeden Morgen. Aber für einen Tag würde es Spaß machen.

Bitte beenden Sie diesen Satz: Es war einmal …

… die Sonne, die unterging und verschwand.


Wo kann man Sie im Netz finden?

Website
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Weitere Interviews

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Immer wieder freitags … Freitags-Füller #6

  1. Bei dieser Kälte ist es besonders schön, einen Kaminofen zu haben.
  2. Unglaublich, die Arbeitswoche ist schon vorbei.
  3. Facebook finde ich gut.
  4. Mit Putzen ist gleich Schluss für heute.
  5. Keine Sorge, die Wäsche mache ich schon noch.
  6. Das Leben meint es gut mit mir.
  7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf jede Menge Leckereien, morgen habe ich jede Menge (Kölner Buchhandlungen besuchen und Bloggertreffen) geplant und Sonntag möchte ich gern die Füße hochlegen und vielleicht einen schönen Spaziergang im Sonnenschein machen.

Die fettgedruckten Stellen sind vorgegeben, den Rest ergänzt jeder Freitags-Füller selbst.

Magst du nicht auch einmal einen Freitags-Füller ausfüllen? Weitere Infos gibt es bei Barbara.

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